Bärlauch haltbar machen – das lohnt sich: Die Saison dauert nur wenige Wochen, doch Aroma und Heilkräfte des wilden Knoblauchs können mit den richtigen Methoden monatelang erhalten bleiben. Bärlauch enthält Vitamin C, Allicin und ätherische Öle – und wirkt reinigend, entzündungshemmend und verdauungsfördernd.
Damit all das nicht mit dem ersten Welken verloren geht, zeigen wir dir die 7 besten Methoden:
- Bärlauch einfrieren
- Bärlauch-Pesto
- Bärlauch-Öl
- Bärlauch-Salz
- Bärlauch-Paste
- Bärlauch-Butter
- Bärlauch-Aufstrich
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Warum ist Bärlauch gesund und wieso muss Bärlauch haltbar sein?
Bärlauch kann Hautprobleme verbessern, den Cholesterinspiegel senken, Bluthochdruck verhindern und die Verdauung positiv beeinflussen. Der Grund:
Bärlauch enthält eine hohe Menge an Vitamin C, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Eisen und ätherische Öle. Des Weiteren ist auch der Stoff Allicin enthalten. Dieser wirkt wie ein natürliches Antibiotikum, tötet lästige Bakterien ab und verist zudem für den typischen Geruch nach Knoblauch verantwortlich.
Bärlauch besitzt eine reinigende und entgiftende Wirkung, die dabei hilft, Symptome vieler Zivilisationskrankheiten zu lindern oder sogar zu beseitigen. Bärlauch kann Hautleiden verbessern, den Cholesterinspiegel senken, Bluthochdruck vermeiden und die Verdauung positiv beeinflussen.
Doch die Bärlauch-Blätter dürfen hierfür nicht trocknen. Dies ist auch der Grund, wieso Bärlauch als Tee oder Pulver eher ungeeignet ist. Im Folgenden habe ich euch aber die 6 besten Methoden zum Bärlauch haltbar machen aufgeschrieben. Mit ihnen könnt ihr auch sehr viele Monate nach der Ernte noch von den positiven Eigenschaften profitieren.

Wie kann man Bärlauch haltbar machen?
Für all diese gesunden Eigenschaften des Bärlauchs lohnt es sich, sie durch Haltbarmachen über eine längere Zeit zu bewahren. Beim Trocknen verliert Bärlauch nämlich leider seine Heilkräfte, weshalb er, wie bereits erwähnt, als Tee oder Trockengewürz eher ungeeignet ist.
Dennoch gibt es einige tolle Möglichkeiten, die Inhaltsstoffe und vor allem das würzige Aroma des Bärlauchs über mehrere Monate zu erhalten. Im Folgenden findet ihr genauere Informationen zu den 7 folgenden Methoden:
- Bärlauch einfrieren
- Bärlauch Pesto
- Bärlauch-Öl
- Würziges Bärlauch-Salz
- Bärlauch-Paste
- Bärlauch-Butter
- Bärlauch-Aufstrich
1. Wie kann man Bärlauch einfrieren?
Bärlauch kann man einfrieren. Doch man sollte das in ziemlich frischem Zustand tun. Man kann ihn entweder direkt aus dem Wald als ganzes Blatt in ungewaschenen Zustand einfrieren oder aber gewaschen in gehackter oder fein pürierter Form. Entfernt dafür aber vor dem Waschen alle Stiele.
Füllst du die Bärlauch-Blätter oder -Paste dann in Gläser, Gefrierbeutel oder luftdicht verschließbare Gefäße, lässt sich der Bärlauch auch nach einigen Wochen noch genießen.
2. Selbstgemachtes Bärlauch-Pesto
Bärlauch Pesto ist wirklich eine tolle Möglichkeit schnell fertig gekochte Pasta in Sekundenschnelle in ein lecker würziges Gericht zu verwandeln. Doch ebenso gut kann man das Bärlauch-Pesto auch auf einem Brot oder Baguette genießen.
Durch die Zugabe von Öl, Parmesan, Pinienkernen und Co. bekommt es einen herrlich würzigen, fast italienischen Charakter, der jedes Gericht nach Urlaub schmecken lässt. So könnt ihr es selbst probieren:

Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch abwaschen und klein rupfen oder ganz fein hacken. Pinienkerne oder Nüsse sowie Bärlauch in den Mixer geben und klein mixen.

- Einen Schuss Olivenöl und den geriebenen Käse hinzugeben. Alles ordentlich vermischen und mit Salz, Pfeffer und einen Schuss Zitronensaft abschmecken.

- Das Pesto könnt ihr in kleinen, sterilisierte Einmach- oder Marmeladengläsern aufbewahren. Kühl und dunkel gelagert halten sie sich bis zu acht Wochen.

- Besonders gut schmeckt mir das Pesto auf Nudeln. Doch auch auf Brot oder als Fleisch-Marinade könnt ihr das gesunde Bärlauch-Pesto genießen.

3. Lang haltbares Bärlauch-Öl
Um den Bärlauch haltbar zu machen, kannst du ihn auch in Öl einlegen und dir so den hervorragenden Geschmack und die gesunde Wirkung in Form eines Öls sichern. So gehts:
Benötigte Mengen für Bärlauch Öl
- 100 g Bärlauch
- 500 ml Olivenöl
- Glas-Flasche oder anderes Glas mit mindestens 500 ml Fassungsvermögen.
Zubereitung Bärlauchöl
- Bärlauch waschen und vorsichtig trocken tupfen. Er muss gänzlich trocken sein, bevor du ihn weiter verwendest.
- Hacke ihn nun mit einem scharfen Messer und gebe ihn anschließend in das Behältnis.
- Befülle das Behältnis anschließend mit dem Öl. Der Bärlauch muss komplett von dem Öl bedeckt sein.
- Verschließe nun das Behältnis und lagere es für etwa 2 bis 3 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort.
Nach den 2 bis 3 Wochen hat das Öl den würzigen Geschmack des Bärlauchs angenommen und du kannst ihn mit einem Sieb herausfiltern. Am besten eignet sich hierfür eine zweite Glasflasche bzw. Glas-Behältnis, in dem du das Öl dann auch länger aufbewahren kannst.
Lagerst du es nämlich weiter an einem dunklen, kühlen Ort, kannst du es bis zu einem Jahr verwenden – und dir dann in der neuen Erntesaison neues Bärlauch-Öl zubereiten. 😀
4. Würziges Bärlauch-Salz
Wie wäre es, wenn ihr in Zukunft alles mit ein wenig Salz- und Knoblauch-Geschmack würzen könntet – und das auf einmal! Doch das ist nicht der einzige Grund, warum ihr Bärlauch und Salz kombinieren solltet, denn Bärlauch-Salz ist in einem luftdicht verschlossenem Gefäß unbegrenzt haltbar!

Zutaten
Kochutensilien
Method
- Frischen Bärlauch gut abwaschen und trocken tupfen. Blätter mit dem Küchenmesser fein hacken oder mit einem Mixer zerkleinern.
- Anschließend mit dem Salz vermischen und das Ganze mit einem Pürierstab oder Mörser weiter fein mahlen.
- Das Kräutersalz nun auf einem Teller oder ein Backblech schütten und trocknen lassen. Das Ganze sollte während des Trocknens immer mal wieder umgerührt werden. Ist es fertig, könnt ihr das Bärlauch-Salz in ein luftdichtes Gefäß umfüllen und für die nächste Anwendung aufbewahren.
5. Würzige Bärlauch-Paste
Bärlauch Paste ist dem Bärlauch Pesto nicht nur im Begriff sehr ähnlich. Letztendlich beschreiben die beiden Worte dasselbe, denn Pesto kommt vom italienischen Wort „pestare“, was so viel wie zerrieben bzw. zerstampft bedeutet. Ihr merkt schon – das beschreibt auch das deutsche Wort „Paste“.
Der wirkliche Unterschied ist wohl das Feeling, wenn man die Masse Paste statt Pesto nennt, oder aber doch die fehlende Zugabe von Parmesan und Pinienkerne. 🙂 Wollte ihr lieber eine deutsche Bärlauch-Paste statt einem italienische Bärlauch Pesto machen? Dann findet ihr hier das Rezept:

Selbstgemachte Bärlauch-Paste
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch abwaschen, klein rupfen oder ganz fein hacken.

- Nun das Olivenöl dazugeben. Alles ordentlich mischen und mit 2-3 Prisen Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft abschmecken.

- Nun gebt ihr das Ganze in einen Mixer oder macht das Ganze mit dem Pürierstab klein.

- Die Paste könnt ihr in einem kleinen, sterilisierten Einmach- oder Marmeladenglas aufheben.

Notizen
6. Selbstgemachte Bärlauch-Butter
Bärlauch-Butter ist die wilde Alternative zur klassischen Knoblauchbutter – und braucht keinen weiteren Belag. Sie passt zu frischem Brot, Baguette, Steak oder Kartoffeln und ist der perfekte Begleiter für jeden Grillabend. In nur 10 Minuten zubereitet, hält sie sich im Kühlschrank mehrere Wochen – oder lässt sich portionsweise einfrieren.

Selbstgemachte Bärlauch-Butter
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch gründlich waschen und trocken tupfen. Klein rupfen oder fein schneiden.
- Weiche Butter zusammen mit dem Bärlauch in den Mixer geben – die Blätter am besten nach und nach hinzufügen.
- Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben und alles nochmals gut vermischen.
- Zum Festwerden in den Kühlschrank stellen. Für eine schöne Form einfach in eine Eiswürfel- oder Muffinform füllen und mind. 10 min kalt werden lassen.
Notizen
7. Cremiger Bärlauch-Aufstrich
Bärlauch-Aufstrich ist die wohl einfachste und schnellste Möglichkeit, Bärlauch haltbar zu machen – und gleichzeitig einen fertigen Brotaufstrich für die nächsten Wochen parat zu haben. Die Basis bildet Frischkäse oder Quark, der das intensive Knoblaucharoma des Bärlauchs wunderbar abrundet. Ob zum Frühstück, als Snack oder als Dip zum Grillabend – dieser Aufstrich ist vielseitig einsetzbar und in wenigen Minuten fertig.

Selbstgemachter Bärlauch-Aufstrich
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Bärlauch gründlich waschen und trocken tupfen. Grob hacken oder mit dem Messer fein schneiden.
- Frischkäse in eine Schüssel geben. Bärlauch, Olivenöl und optional Zitronensaft sowie Senf hinzufügen.
- Alles mit dem Pürierstab oder Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In ein sterilisiertes Schraubglas füllen.
Notizen
Häufige Fragen zum Bärlauch haltbar machen
Wie lange ist selbstgemachtes Bärlauch-Pesto haltbar?
Kühl und dunkel gelagert hält sich selbstgemachtes Bärlauch-Pesto bis zu 8 Wochen im Kühlschrank. Wichtig: Das Glas muss vorher sterilisiert sein und das Pesto sollte vollständig mit Olivenöl bedeckt sein.
Kann man Bärlauch roh einfrieren?
Ja, Bärlauch lässt sich problemlos roh einfrieren. Am besten ungewaschen als ganzes Blatt oder alternativ gewaschen, gehackt und in Gefrierbeuteln oder luftdichten Behältern einfrieren. So bleibt er mehrere Monate haltbar.
Wann ist die Bärlauch-Saison?
Die Bärlauch-Saison dauert von März bis Mai. Am aromatischsten und gesündesten ist er vor der Blüte – also im April. Genau jetzt lohnt es sich, größere Mengen zu sammeln und haltbar zu machen.
Wie erkenne ich Bärlauch – und verwechsle ihn nicht mit Maiglöckchen?
Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der Geruch: Bärlauch riecht deutlich nach Knoblauch – Maiglöckchen dagegen nicht. Einfach ein Blatt zwischen den Fingern reiben und daran riechen. Im Zweifel lieber kein Blatt pflücken, da Maiglöckchen giftig sind.
Welche Methode zum Bärlauch haltbar machen ist am einfachsten?
Die einfac
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